Fondshaus: Dieser Wachstumsbranche steht ein goldenes Jahrzehnt bevor | Märkte | 25.09.2020

Fondshaus: Dieser Wachstumsbranche steht ein goldenes Jahrzehnt bevor | Märkte | 25.09.2020

Die Coronakrise hat in Sachen Heimarbeit eine Art Massenexperiment angestoßen – und deutlich gezeigt: Auch wenn es so Manchen nach über einem halben Jahr im Homeoffice wieder zurück ins Büro zieht, so lässt sich grundsätzlich festhalten, dass die Fernarbeit funktioniert. In vielen Fällen hat sie sich sogar als produktiver und kostengünstiger für Arbeitnehmer und Arbeitgeber erwiesen.

Der Trend, zumindest ein paar Tage pro Woche von zu Hause aus zu arbeiten, dürfte sich deshalb auch nach der Pandemie fortsetzten. Davon profitieren wiederum Anbieter sogenannter Software-as-a-Service (SaaS), also Software, die in der Cloud bereitgestellt wird und Nutzern auf Abonnement-Basis zur Verfügung steht. “In Folge der Coronakrise entwickelte sich Cloud-Software fast über Nacht von ‘nice-to-have’ zu absolut notwendig für die Zusammenarbeit und für die Sicherheit”, sagt James Wang, Analyst bei Ark Invest, einer Tochter des Vermögensverwalters Nikko Asset Management. 

Zusätzlicher Rückenwind
Die Zahl der aktiven täglichen Nutzer von Microsoft-Teams hat sich allein im ersten Quartal 2020 von 20 Millionen auf 70 Millionen mehr als verdreifacht, ebenso der Datenverkehr beim Cloud-Security-Spezialisten Zscaler. Die Anzahl der Teilnehmer an Zoom-Meetings stieg um das 30-Fache auf 300 Millionen. “Wir sind davon überzeugt, dass der Prozentsatz der ‘Wissensarbeiter’, die auf Distanz arbeiten, in den kommenden Jahren deutlich zunehmen wird. Das gibt den SaaS-Anbietern zusätzlichen Rückenwind”, sagt Wang.

Untersuchungen von Ark Invest zufolge wird die SaaS-Branche in den nächsten zehn Jahren mit einer durchschnittlichen Rate von 21 Prozent wachsen und bis 2030 Einnahmen in Höhe von 780 Milliarden US-Dollar erreichen. “Dank reibungsarmem Zugang und wiederkehrenden Umsätzen scheinen SaaS-Unternehmen gut positioniert, um einen erheblichen Teil der künftigen Technologieumsätze zu erzielen”, prognostiziert Wang. 

Mega-Trend unter Vorbehalt
“Je einfacher es ist, Computersysteme zu kaufen, einzurichten, zu warten und zu nutzen, desto größer ist der adressierbare Markt”, sagt der Experte. Infrastruktur und Software hätten sich zu On-Demand-Programmen entwickelt – wie Elektrizität. “Wir schätzen, dass die Cloud-Ausgaben für die Computerinfrastruktur 60 Prozent der Gesamtausgaben erreicht haben. Die derzeitige SaaS-Durchdringung von nur 25 Prozent lässt auf Wachstum schließen”, sagt Wang.

Völlig unkritisch sollten Anleger den Trend dennoch nicht betrachten. Zum einen waren die Jahre 2016 bis 2019 besonders stark für SaaS-Börsengänge, wobei Zoom, Data-Dog und Crowdstrike allesamt dreistellige Renditen erzielten. Zweitens würden Software-Börsengänge oft schon am ersten Handelstag der Aktie “explodieren”, wenn die meisten Anleger keinen Zugang zum Angebotspreis haben, so die Experten von Ark Invest. Drittens lagen die Bewertungen von SaaS-Unternehmen Mitte 2020 nahe ihrer historischen Höchststände.

Potenziell höhere Renditen
Dennoch glauben die Analysten bei der Nikko-AM-Tochter, dass Unternehmens-SaaS eine große Vielfalt an investierbaren Ideen abdeckt und Renditen erschließt, die potenziell höher sind als die von Verbraucher-Tech-Anbietern. (fp)

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